Das Fundrecht ist eigentlich recht einfach. Trotzdem gibt es Kommunen die meist aufgrund Ihrer finanziell prekären Situation, oder einfach weil der Tierschutzgedanke noch keine Einkehr bei Ihnen gefunden hat, rigoros die Aufnahme von Fundtieren verweigern.
Gegen die besonders abgebrühten Ablehnungen gehe ich, sofern mir bekannt vor.

10.05.2012 Hier dokumentiere ich aktuell den Fall Bramsche. Dort wird die Kostenübernahme für eine verletzt aufgefundene Katze abgelehnt.
Aber lesen sie selbst. Der Name der betroffenen Person ist auf eigenen Wunsch rausgestrichen.
Auch einige persönlichen Daten von mir sind gestrichen. Wer mich erreichen will schafft das auch.
Worum es geht ergibt sich aus den folgenden Schriftstücken.

Wer Dokumente als Word Datei haben möchte schreibe mit bitte eine Mail.

So ging es nach der telefonischen Ablehnung des Fundtieres weiter:

1. Mail an den Sachbearbeiter
Mail

2. Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Mitarbeiter des Ordnungsamtes
Fachaufsichtsbeschwerde Bramsche

3. Anwort von Frau Bürgermeisterin Liesel Höltermann
Antwort Seite 1
Antwort Seite 2

4. Meine Reaktion
Mail an Bürgermeisterin

5. Mal abwarten, ich gebe nicht auf.


Hier weiteres zum Fundrecht
11.01.2011 Ablehnung einer verletzten Fundkatze in Dissen
Nachtrag 24.01.2011 Wohl auch aufgrund der diversen Berichte wurden die Tierarztkosten inzwischen von der Kommune übernommen
Fundkater Dissen
http://www.tierhilfe-melle.de/fundtiere/360-dissen-unkastrierter-kater

Hier ein weiteres Bild
verletzter Fundkater

Die Wellen schlagen hoch
http://www.noz.de/lokales/60192929/tierhilfe-melle-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-die-stadt-dissen
Ich kann dazu nur sagen... Ich bin fest davon überzeugt das die Kommune dieses Fundtier wirklich mit fadenscheinigen Gründen abgelehnt hat. Meine Erfahrungen zeigen, das so etwas der Normalfall ist.
Das jetzt die Kommunen, in diesem Falle Dissen dementieren, ist doch klar. Und dann auch noch ablenken, indem sie auf anonyme Anrufer verweisen, ich kann nur lachen.Jeder kann sich ja mal überzeugen wie seine Kommune auf Fundkatzen reagiert. Rufen Sie mal ihr Fundbüro an, und melden eine zahme Katze die seit 3 Tagen in Ihrem Garten sitzt und nicht mehr weg geht. Und dann staunen Sie über die Antwort.
Sollte Ihre Kommune Ihnen dann eine korrekte Antwort geben, dann seien Sie froh, ca 75% der Ordnungsbehörden wimmeln Anrufer nämlich ab

Richtlinie über die Verwahrung von Fundtieren
Gl.-Nr.: 4031.1 Fundstelle: Amtsbl. Schl.-H. 1994 S. 318

Gemeinsamer Erlaß der Ministerin für Natur und Umwelt und des Innenministers vom 30. Juni 1994 - XI 340 - 72253/IV 260 - 212.8.04 -
1.Tierschutz hat in Schleswig-Holstein einen hohen Stellenwert. Dies wird auch im Tierschutzbericht der Landesregierung besonders deutlich. Die Bürgerinnen und Bürger, die Tierschutzverbände sowie die Landesregierung haben sich insbesondere in den letzten Jahren für weitere Verbesserungen bezüglich des Schutzes der Tiere als Mitgeschöpfe verstärkt eingesetzt. Im Tierschutzbericht der Landesregierung wird eine Reihe von vorwiegend ethisch begründeten Zielen und der damit verbundene Handlungsbedarf bezüglich des praktischen, caritativen Tierschutzes, zu dem die gesamte Gesellschaft einschließlich die öffentliche Hand aufgerufen ist, dargelegt.

Der komplette Text:
http://shvv.juris.de/shvv/vvsh-4031.1-0001.htm

Fundsache zuständige Behörde

Zuständig sind die Fundbüro bzw. Ordnungsamt der Städte und Gemeinden.  Die Verpflichtungen bestehen aus dem Grundgesetz, dem Bürgerlichen Gesetzbuch, Fundsachenrecht § 965- 983. Die Art und Weise der Unterbringung schreibt das Tierschutzgesetz §2 vor.
Nach Fundsachenrecht sind die Städte und Gemeinden verpflichtet die Fundsache „Tier“ anzunehmen und unterzubringen.

Hier die zuständigen Gesetzestexte des BGB
http://www.tierschutz-guetersloh.de/Fundsache%20zustaendige%20Behoerde.htm

   
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