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Hier mal ein Statusbericht über die Kastrationspflicht im Landkreis Osnabrück

Aktuell am 19.06.2012 Der Rat der Stadt Osnabrück hat eine Kastrations, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen erlassen.
Das tritt am 01.08.2012 in Kraft.

Stadt Osnabrück:


Eine engagierte Bürgerin hat in Zusammenarbeit mit der FDP im vergangen Jahr einen Antrag auf Erlaß einer solchen Verfügung gestellt.
Anlass dazu waren die ständige Überlastung der Tierschutzorganisationen und die dauerhafte Problematik der Streunerkatzen.
In der Stadt Osnabrück beschäftigen sich vorwiegend das Tierheim Osnabrück und der Katzenschutzbund Osnabrück mit dem Thema Tierschutz.
Beide Organisationen sind in den Sommermonaten völlig überfüllt. Immer mehr Katzen werden abgegeben und die Vermittlung läuft nur sehr schleppend.
Um die Probleme der Streunerkatzen kümmert sich vorwiegend der Katzenschutzbund Osnabrück. Der ist inzwischen finanziell und personell nicht mehr in der Lage alle Problemfälle die an ihn herangetreten werde zu lösen
Es gibt in Osnabrück viele Katzenkolonien, mache mit nur 3 Katzen, aber auch genügend mit 10 und sogar bis zu 50 Katzen!

Der Rat hat anschliessend den Feuerwehr und Ordnungsausschuss beauftragt die Thematik zu ergründen und dem Rat eine Beschlussvorlage zu empfehlen.
Am 1.09.2011 fand eine Sitzung des Ausschusses zu diesem Thema statt. Erste Informationen erfolgten.

Das Ordnungsamt holt weitere Informationen zu diesem Thema ein.Es wird auch der Kontakt zu anderen Kommunen und Tierschutzorganisationen gesucht.

Am 23.11.2012 fand auf Veranlassung des Ordnungsamtes Osnabrück ein Treffen statt. Teilnehmer waren Tierschutzverbände, Tierärzte, Ordnungsamtmitarbeiter und Veterinäramt.
Inhaltlich ging es darum ob und in welcher Form eine solche Verfügung in Osnabrück eingeführt werden sollte/könnte.

01.02.2012 fand eine Ausschußsitzung statt. Dort wurde den in weiten Teilen neuen Mitgliedern von der Verwaltung eine Zusammenfassung zum Thema Kastrations und Kennzeichnungspflicht vorgelegt.
Im Grunde geht es darum, das dem Ausschuss mehrere Alternativen geboten werden.
Möglichkeit 1: Die Kastrationspflicht wird eingeführt. Parallel dazu wird intensive Öffentlichkeitsarbeit betrieben
Möglichkeit 2: Es wird ausschliesslich Öffentlichkeitsarbeit betrieben.
Möglichkeit 3: Es wird nichts gemacht.

Am 13.06.2012 findet die entsprechende Ausschußsitzung statt, auf der die Empfehlung für den Rat definiert wird.
Am 19.062012 wird dann der Rat über eine Kastrations und Kennzeichnungspflicht entscheiden

Was aus Sicht der Tierfreunde und Tierschützer wünschenswert ist steht wohl ausser Frage. Ohne eine Kastrationspflicht wird sich nichts ändern, das Problem wird weiter eskalieren.
Und schlussletztendlich muss irgendwann doch eine Entscheidung gefällt werden. Dann aber bedauerlicherweise mit einer Verzögerung um 1 oder mehr Jahre.
Eines steht aber ausser Frage. Sollte der Antrag im ersten Anlauf nicht durchgehen, wird es nach einer angemessenen Frist einen erneuten Antrag geben. Angenehmer für alle Beteiligten wäre sicher eine zügige Entscheidung für eine Kastrationspflicht.

Stadt Georgsmarienhütte:
Dort wurde im Jahr 2011 von engagierten Bürgern ein Bürgerantrag auf Erlass einer ordnungsbehördlichen Verfügung gestellt.
Inhaltlich: Der Rat möge eine Kastrations und Kennzeichnungspflicht erlassen.
Auf der Ratssitzung am 12.10.2011 wurde dieser Antrag abgelehnt. Statt dessen wurde eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit empfohlen.
Das wurde in den Folgemonaten auch umgesetzt. Es wurden Flyer zur Problematik ausgelegt und Berichte in den Medien veröffentlicht.
Im übrigen wurde empfohlen, in Zukunft zu prüfen inwieweit die getroffenen Maßnahmen greifen, gegebenenfalls wird es in  2012 eine neue Abstimmung geben.

Darüber hinaus hat die Kommune sich des Problems der Streunerkatzen umfassend angenommen. Mit finanzieller Unterstützung der Kommune konnten bisher schon viele Streunerkatzen eingefangen und kastriert werden. Weitere Projekte dieser Art sind auch für die Zukunft geplant. Aus Sicht der Tierschutzverbände ist das ein lobenswerter Weg. Natürlich wäre eine Kombination aus Kastrationspflicht und Förderung von Kastrationen bei Streunerkatzen das optimale.
Aktuell, also ab Mai 2012 werden von der Kommune Georgsmarienhütte 40 Gutscheine ausgegeben, die einen Zuschuß zur Kastration von Katzen beinhalten.

Die bisher durchgeführten und geplanten Maßnahmen sind im Sinne der Tiere absolut empfehlenswert. Unerwünschter Nachwuchs der zur Bildung von weiteren Streunerkolonien führt wird unterbunden.
Dazu kommt, das Nachwuchs aus den Streunerkolonien in der Vergangenheit durchaus auch mal als Fundtier aufgegriffen wurde. Jedes nicht geborene (Fundtier) belastet nicht mehr den städtischen Etat und muss auch nicht mehr in Tierheimen aufgenommen werden.

Es wäre wünschenswert das andere Kommunen ähnlich agieren.

 

 


Info: Jeder kann helfen. Verteilen Sie den Flyer
Download hier: Broschüre Katzenjammer

   
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