Es wird immer wieder davon gesprochen, das dass Verbot der sogenannten Teletakter umstritten ist. Nach allem was mir an Informationen zugänglich ist, gilt, der Einsatz von Teletaktern ist verboten.

Im Deutschen Tierschutzgesetz heißt es in § 3 Nr. 11:
„Es ist verboten, […] ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist.“
Strittig hierbei ist, ab wann ein Stromreizgerät nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt. Manche Anbieter solcher Geräte weisen explizit auf geringere Stromstärken hin. In Ermangelung entsprechender gesetzlicher Regelungen und Urteile sind aber auch die zum jetzigen Zeitpunkt verboten. 

In vielen Artikeln wird Bezug genommen auf eine Änderung des Waffengesetzes.

In der Begründung des Bundesrates zur Änderung des Waffengesetzes heißt es „ In der Hundeausbildung durften bisher Elektroreizgeräte eingesetzt werden. Die Geräte haben sich bewährt. Ein Verbot wäre unverhältnismäßig.
Darüber hinaus steht in den Erläuterungen, das in der Hundeausbildung eingesetzte Elektroreizgeräte nicht verboten sind.
Darauf basierend meinen einige Menschen, das der Einsatz von Teletaktern legal sei.
Aber:
Das verabschiedete Gesetz sagt nur, dass Elektroimpulsgeräte nicht unter das Waffengesetz fallen. Und das der Erwerb und das Mitführen solcher Geräte eben nicht verboten ist.
Davon bleibt unberührt, dass die Nutzung der Geräte nach dem Tierschutzgesetz solange verboten sind, wie nicht eine Bundes- oder Landesverordnung die Voraussetzungen dafür regelt. Eine solche liegt - immer - noch nicht vor. Das Bundeslandwirtschaftministerium arbeitet seit langem daran.

 Die gängige Rechtsprechung hat durch verschiedene Urteile bestätigt das der Einsatz von Teletaktern nicht zulässig ist.
Das Verwaltungsgericht (VG) Gelsenkirchen, Az.: 7 K 625/01, Urteil vom 14.05.2003, das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG) Münster, Az.: OVG 20 A 3176/03, Urteil vom 15.09.2004, und das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) mit Sitz in Leipzig, Az: BVerwG 3 C 14.05, Urteil vom 23.02.2006, als auch das VG Freiburg, Az.: 4 K 2339/05, Urteil vom 15. März 2007 und der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg mit Sitz in Mannheim, Beschluss vom 26.09.2006, Az.: 1 S 2075/06, haben einheitlich festgestellt, dass Telereizgeräte in der Hunderziehung derzeit generell verboten sind.

 Im Einzelnen sieht es so aus, das ein solches Gerät zwar im Auto liegen oder man es auch in der Tasche mitführen darf. Der Einsatz oder das Anlegen am Hund ist verboten. Auch das Umlegen von Attrappen ist verboten, sofern der Hund vorher mit echten Geräten konditioniert wurde.

 Erlaubt sind Geräte die nicht mit Stromstößen arbeiten. Es sind verschiedene Geräte auf dem Markt, die meist nach vorherigem akustischem Signal Düfte oder Wasserstrahlen abgeben. Auch gibt es sogenannte unsichtbare Zäune. Das heisst, um das Grundstück wird ein Antennendraht verlegt, der Hund bekommt einen Empfänger um. Bei Annäherung an diesen Draht bekommt der Hund zunächst ein Signal und bei weiterer Annährung an den Zaun verschiedenen weitere Warnungen. Das können Vibrationen, Wasserstrahlen, aber auch elektrische Impulse sein.
Trotz der elektrischen Impulse sind diese Geräte zur Zeit nicht verboten, vermutlich weil es sich beim Einsatz nicht um Hundeerziehung im klassischem Sinn handelt.

Es gibt auch noch sogenannte Anti-Bell Halsbänder oder auch elektrisierende Schutzärmel. Auch hier gilt, werden Stromstöße eingesetzt sind sie verboten.

Umfangreiche Informationen auch über die verschiedenen Urteile finden sich hier
http://www.oejv.de/ausbildung/hunde/tele/index.html

Es laufen durchaus auch Diskussionen die Teletakter unter bestimmten Auflagen (z.B. eine Sachkundeprüfung) zuzulassen. Eine entsprechende Regelung darüber steht aber noch aus.

Leider weisen viele Verkäufer (gerade auch im Internet) nicht darauf hin, das die Anwendung der Geräte in Deutschland verboten ist.

 

   
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